Gedicht Goethe - Das Alter kommt auf seine Weise - Thema Demenz

"Das Alter" - Thema (Alters-)Demenz

Das Alter ist ein höflich' Mann:
Einmal übers andre klopft er an;
Aber nun sagt niemand: Herein!
Und vor der Türe will er nicht sein.
Da klingt er auf, tritt ein so schnell,
Und nun heißt's, er sei ein grober Gesell.

Das Alter - Johann Wolfgang von Goethe



In seinem bekannten Gedicht über das Älterwerden führt uns Goethe auf tragikomische Weise vor Augen, dass das Alter schneller kommt, als man denkt.

Mit dem Alter kommt die Vergesslichkeit

Jemand grüßt auf der Straße, man grüßt zurück, doch der Name der Person will und will einem nicht einfallen. Man betritt ein Zimmer, öffnet Schränke - nur um zwei Sekunden später davorzustehen und nicht mehr zu wissen, was genau man dort wollte. Und bestimmt hat jeder schon einmal auf dem Weg zur Arbeit oder zum Einkaufen umgedreht, weil man sich plötzlich nicht mehr sicher ist, ob man die Tür auch wirklich abgesperrt hatte.

Zuerst werden diese Vorfälle vielleicht als Zerstreutheit abgetan, kommt so etwas jedoch öfter vor, sollten Sie sich Gedanken machen. Denn solche Anzeichen der Vergesslichkeit können unter Umständen auf eine beginnende Demenz hinweisen. Diese Krankheit führt langsam zu einem Verlust der geistigen und damit auch körperlichen Leistungsfähigkeit.

Wie hälst du's mit dem Älterwerden? Auch Goethe beschäftigte sich in seinen Gedichten bereits mit dem Alter Wie hälst du's mit dem Älterwerden? Auch Goethe beschäftigte sich in seinen Gedichten bereits mit dem Alter
Bei Altersdemenz können bereits alltägliche Selbstverständlichkeiten zur echten Herausforderung werden Bei Altersdemenz können bereits alltägliche Selbstverständlichkeiten zur echten Herausforderung werden

Alzheimer und Altersdemenz

Je älter man wird, desto wahrscheinlicher ist es, Demenz zu bekommen. Es gibt verschiedene Arten der Demenz, Alzheimer ist eine der bekanntesten und verbreitetsten. Über die Hälfte der demenzkranken Menschen haben Alzheimer.

Bei einer Demenzerkrankung lassen sich drei Stadien mit verschiedenen Symptomen erkennen. Zu Beginn der Krankheit ist vor allem das Kurzzeitgedächtnis betroffen, was dazu führt, dass die Betroffenen immer vergesslicher werden, Dinge nicht mehr finden können und sich schlecht orientieren können. Das Langzeitgedächtnis wird im zweiten Stadium angegriffen. Dies führt dazu, dass Erkrankte sich an weiter zurückliegendes nicht erinnern und nahe Angehörige nicht mehr erkennen. Im dritten Stadium der Krankheit bauen die Erkrankten auch physisch ab und benötigen Hilfe bei allen alltäglichen Dingen.

"Auch ein bisschen verwirrt ist ein bisschen zu viel" - Früherkennung ist wichtig

Die Demenzerkrankung, sobald früh erkannt, ist gut behandelbar. Allerdings kann der Krankheitsverlauf nur verlangsamt, nicht aber aufgehalten werden.

Wenn Sie also bei sich oder bei Freunden und Verwandten Veränderungen wie Verwirrungszustände, häufiges Vergessen von Dingen und Wörtern sowie Orientierungslosigkeit feststellen, wenden Sie sich an Ihren Hausarzt. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend nennt die Faustregel "Auch ein bisschen verwirrt ist ein bisschen zu viel" und rät zur Konsultation eines Arztes, wenn die Anzeichen sechs Monate anhalten.

Ihr Hausarzt ist meistens am besten mit Ihrer physischen Verfassung vertraut und leitet, falls nötig, weitere Untersuchungen ein. Nach einer Überweisung zu einem Facharzt werden dort besondere Demenz-Tests durchgeführt, welche die Diagnose bestätigen können.

Menschliche Nähe ist bei Alzheimer und Demenz unentbehrlich. Doch auch bei leichten                         Störungen sollte unbedingt ein Facharzt mit einbezogen werden. Menschliche Nähe ist bei Alzheimer und Demenz unentbehrlich. Doch auch bei leichten Störungen sollte unbedingt ein Facharzt mit einbezogen werden.

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