Diabetes - Typ 1 und Typ 2

Diabetes, eine Volkskrankheit

Mit Diabetes Mellitus, oft auch Zuckerkrankheit genannt, haben viele Menschen zu kämpfen - laut der International Diabetes Federation (IDF) leidet weltweit einer von 11 Erwachsenen an dieser Krankheit und bei jeder zweiten Person mit Diabetes ist sie noch nicht einmal diagnostiziert. Insgesamt leiden circa 415 Millionen Menschen auf der ganzen Welt an dieser Krankheit, und die Zahlen steigen. So prognostiziert die IDF für das Jahr 2040 eine Zahl von 642 Millionen an Diabetes Erkrankten.

Obwohl so viele Menschen betroffen sind, wird die Gefahr von Diabetes oft unterschätzt. Dies liegt vor allem an mangelnder Kenntnis über die Krankheit. Welche Ursachen es für Diabetes gibt, wie Sie die ersten Krankheitsanzeichen erkennen und wie man Diabetes behandeln kann, erfahren Sie deshalb hier.

Diabetes Typ 1

Hierbei handelt es sich um eine durch das Autoimmunsystem ausgelöste Fehlfunktion des Körpers, bei dem die Zellen der Bauchspeicheldrüse, die Insulin produzieren, angegriffen und zerstört werden. Das Hormon Insulin ist sehr wichtig für den Körper. Es bringt den durch Nahrung aufgenommenen Zucker in die Zellen, wo er zur Energiegewinnung benötigt wird. Kann der Körper das Insulin nicht mehr selbst herstellen, kommt es zu einem Anstieg des Blutzuckerspiegels.

Symptome

Erste Anzeichen für Diabetes zeigen sich erst, nachdem der Großteil der Insulin produzierenden Zellen bereits zerstört wurden. Deshalb bleibt Diabetes oft erst einmal unerkannt. Zu den dann allerdings sehr plötzlich auftretenden Symptomen gehört das Bedürfnis zum häufigen Wasserlassen und damit einhergehend großer Durst. Der Körper versucht nämlich zunächst, den überflüssigen Zucker auf natürlichem Weg auszuscheiden. Auch das Austrocknen der Haut, Durchblutungsstörungen oder Gewichtsverlust, gleichzeitige Gewichtsabnahme und sehr langsam verheilende Wunden sind weitere Anzeichen für Diabetes Typ 1. Nachgewiesen wird dieses durch einen Urin- oder auch Bluttest.

Diabetes vom Typ 1 wird durch eine Fehlfunktion des Immunsystems hervorgerufen. Es kommt zur Zellzerstörung in der Bauchspeicheldrüse Diabetes vom Typ 1 wird durch eine Fehlfunktion des Immunsystems hervorgerufen. Es kommt zur Zellzerstörung in der Bauchspeicheldrüse

Behandlung

Auf Dauer kann ein zu hoher Blutzuckerspiegel große Schäden im Körper anrichten und Folgeerkrankungen mit sich ziehen. Das fehlende Insulin muss dem Körper also von außerhalb zugeführt werden. An Diabetes erkrankte Personen werden deshalb speziell auf die von ihnen benötigte Dosis eingestellt und können sich diese nach einer Einweisung ihres Arztes selbst verabreichen. Auch ist es wichtig, mehrmals täglich den Zuckergehalt im Blut zu messen.

Diabetes vom Typ 2 tritt vor allem durch einen ungesunden Lebensstil ein. Es kommt zur Resistenz gegen Insulin Diabetes vom Typ 2 tritt vor allem durch einen ungesunden Lebensstil ein. Es kommt zur Resistenz gegen Insulin

Diabetes Typ 2 - Risikofaktoren

Während die Ursachen für Typ 1 noch erforscht werden, gibt es für Typ 2 einige Risikofaktoren, die Diabetes begünstigen können. Leiden beispielsweise nahe Verwandte unter Diabetes, ist das Risiko höher, auch Diabetes zu bekommen. Übergewicht, eine ungesunde Ernährung, kaum Bewegung und hoher Blutdruck sind weitere bekannte Risikofaktoren.

Während Diabetes Typ 1 eine Autoimmunerkrankung ist, bei der körpereigene Zellen zerstört werden, entwickeln die Zellen des Körpers bei Diabetes Typ 2 eine Resistenz gegen den Botenstoff Insulin. Um dies auszugleichen, produziert die Bauchspeicheldrüse zuerst mehr Insulin. Irgendwann allerdings erschöpfen sich die Insulin produzierenden Zellen und als Folge steigt der Blutzuckerspiegel an.

Symptome und Folgeerkrankungen

Diabetes Typ 2 bleibt oft lange Zeit unentdeckt und wird oft erst durch eine Folgeerkrankung diagnostiziert. Wie bei Diabetes Typ 1 sind erste Symptome häufiges Wasserlassen und Durst, sowie Austrocknen der Haut. Diese Symptome können allerdings auch in abgeschwächter Form auftreten. Zudem macht die Zuckerkrankheit den Körper anfälliger für Infektionen, da sie das Immunsystem schwächt.

Diabetes beschädigt Nerven, Organe und Zellen. Zu den häufigsten Folgeerkrankungen bei Diabetes gehören Herzinfarkte und Schlaganfälle, ausgelöst durch Durchblutungsstörungen. Schäden an Nieren oder der Netzhaut sind ebenfalls häufige Probleme. Nervenschäden an den Füßen und Beinen führen oft zur Amputation des betroffenen Gliedes, da Wunden durch Durchblutungsstörungen nicht gut verheilen. Oft bilden sich dort Geschwüre, welche die Knochen angreifen. Diese Folgeerkrankung ist unter dem Namen "diabetisches Fußsyndrom" bekannt.

Sport und gesunde Ernährung reduzieren das Risiko!

Im Gegensatz zu Typ 1 können Patienten mit dem Typ Diabetes 2 selbst aktiv werden, um ihre Blutzuckerwerte zu senken. Da Diabetes Typ 2 meist durch Übergewicht und mangelnde Bewegung entsteht, sind gesunde Ernährung und mehr Sport meist schon eine gute Therapie. Bereits 30 Minuten Bewegung pro Tag reduzieren das Diabetes Typ 2 Risiko um 40 Prozent! Da die Bauchspeicheldrüse trotzdem irgendwann nicht mehr arbeitet, ist in den meisten Fällen eine Zuführung von Insulin oder die Einnahme von Tabletten notwendig.

Dem Diabetes vom Typ 2 kann durch gesunde Ernährung entgegengewirkt werden Dem Diabetes vom Typ 2 kann durch gesunde Ernährung entgegengewirkt werden

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