Faszien

Als Faszien werden allgemein die Komponenten des Bindegewebes bezeichnet, welche den gesamten menschlichen Körper durchzieht und Stütz- und Trennfunktionen innehat.

Zu den Faszien gehören unter anderem die Gelenkkapseln, Bänder, Sehnen und die sogenannten Muskelbinden. Diese sind es meist auch, wenn man in der Umgangssprache von Faszien redet. Doch es gibt durchaus ganz unterschiedliche Ausprägungen von Faszien:

Die sogenannten oberflächlichen Faszien, welche sich im Unterhautgewebe befinden, sind äußerst elastisch und können sich sehr stark dehnen. Sie sorgen unter anderem dafür, dass der Körper zusätzliches Fett aufnehmen kann.

Viszerale Faszien haben stattdessen die Aufgabe, die inneren Organe zu verbinden und diese im menschlichen Körper an Ort und Stelle zu halten.

Tiefe Faszien bilden schließlich das dichte Bindegewebe, das Muskeln, Knochen, Nerven und Arterien umschließt. In ihnen befinden sich auch wichtige Sensoren, die Änderungen von Drucks und Temperatur erkennen und somit Schmerzen signalisieren.

Mittels des sogenannten Faszientrainings ist es möglich, ganz gezielt die Eigenschaften der Faszien zu fördern. Der Grundgedanke dabei ist: Die meisten Schädigungen durch körperliche Überlastungen betreffen nicht Muskeln und Knochen, sondern sind tatsächlich auf das Versagen der Faszien zurückzuführen. Das Faszientraining beruht auf immer wiederkehrende und sich langsam steigernde Übungen, die das Fasziengewebe schließlich auf eine solche Weise anpassen, dass es zukünftig sehr viel besser auf Belastungen reagieren kann.





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