Wundpflege

Die Wundpflege beinhaltet alle Maßnahmen, um am Körper entstandene Reizungen und Entzündungen zu behandeln.

Wunden entstehen, wenn die Haut durch ständige Reibung, säurehaltige Flüssigkeiten oder eine Verletzung gereizt wird oder sich gar entzündet. Niemand kann solche Umstände vollständig verhindern, sodass man immer ein kleines Erste-Hilfe-Set zuhause haben sollte.

Die gängigsten Mittel gegen einfache Wunden sind hautpflegende Cremes. Diese enthalten Feuchtigkeit, Öle und Vitamine und können den Heilungsprozess der Haut unterstützen. Ähnliche Wirkungen erzielt man meist auch durch ein sehr viel älteres Haushaltsmittel, einem Quarkwickel: einfach ganz normalen kalten Speisequark auf die entzündete Hautstelle streichen und mit einem Tuch abdecken. Sobald die Schicht durch die Körperwärme keine kühlende Wirkung mehr hat, wiederholt man den Vorgang mehrere Male.

Kleinere Verletzungen und Blasen behandelt man am besten mit einem herkömmlichen (wasserdichten) Pflaster oder einem speziellen Blasenpflaster. Je länger dieses auf der betroffenen Haustelle haften bleibt, desto schneller tritt eine Heilung ein. Für größere Wundareale gibt es spezielle Salbengaze, die man mit einer Mullbinde am Körper fixiert.

Sprühpflaster versprechen schnellste Wundversorgung, da sie augenblicklich einen wasserabweisenden und luftdurchlässigen Film bilden. Allerdings bieten solche Hilfsmittel durch das fehlende „Polster“ keinen Schutz vor weiteren äußeren Einflüssen auf die Haut.

Kommt es bei tieferen Wunden zu einem Blutausfluss, sollte man diesem zunächst nicht entgegenwirken, denn er trägt zur Reinigung der Wunde bei. Anschließend sollte die Wunde auch nicht (!) ausgewaschen werden, sondern direkt ein Druckverband erfolgen.

Neben den ersten Maßnahmen gibt es zahlreiche Möglichkeiten, die Wundheilung mit geeigneten Medikamenten zu unterstützen. Dazu gehören beispielsweise hautpflegende Substanzen wir Zinkoxid, antibakterielle Stoffe wie Antibiotika, aber auch altbewährte Hausmittel auf Kamillenbasis.

Handelte es sich um größere Wunden oder kommt es zu keinem nennenswerten Heilungsprozess, sollte auf alle Fälle der Arzt zurate gezogen werden.


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