Inkontinenz - Unterschiedliche Ursachen, viele Lösungsmöglichkeiten

Inkontinenz -
Unterschiedliche Ursachen, viele Lösungsmöglichkeiten

Es ist sehr unangenehm für jeden Betroffenen, wenn die Funktion der Blase oder der Darmentleerung nicht vollständig kontrolliert werden kann. Oft entscheiden sich Leidtragende, Aktivitäten einzuschränken und damit Lebensqualität aufzugeben. Das muss nicht sein! Ob nur beim Husten, Niesen, Lachen oder aus anderen Gründen die Muskeln plötzlich unkontrolliert sind: Für jede Art von Inkontinenz stehen heute moderne Hilfsmittel zur Verfügung, die helfen, das Leben angenehmer zu gestalten, ob es sich nur um eine leichte Harninkontinenz oder um den völligen Verlust der Kontrolle über die Ausscheidungen handelt. Auch für Bettlägerige oder Menschen mit Nervenschädigung gibt es Lösungen, die den Alltag für Patient und Pflegende deutlich verbessern. Nicht nur die Unannehmlichkeit, sondern auch der Schutz der Haut ist ein wichtiger Aspekt bei der Entscheidung, wie mit dem Thema umgegangen wird.

Blasenschwäche

Blasenschwäche ist keine eigene Erkrankung, sondern eine Begleiterscheinung anderer Erkrankungen. Die Ursachen können vielfältig sein und zu unterschiedlichen Arten von Harninkontinenz führen - Belastungsinkontinenz, Dranginkontinenz, Reflexinkontinenz oder Überlaufinkontinenz. So kann Harninkontinenz als Folge von Diabetes Mellitus, Multipler Sklerose, Parkinson oder nach einem Schlaganfall auftreten. Dabei treten oft Lähmungserscheinungen auf, die auch die feine Muskulatur rund um die Blase betreffen. Männer sind häufig nach Prostataoperationen betroffen. Frauen haben insgesamt ein höheres Risiko. Eine Belastungsinkontinenz entsteht häufig bereits durch eine Schwäche der Beckenbodenmuskulatur, die vor allem nach einer Schwangerschaft auftreten kann.

Stressinkontinenz und Dranginkontinenz sind zwei der unterschiedlichen Inkontinenzarten Stressinkontinenz und Dranginkontinenz sind zwei der unterschiedlichen Inkontinenzarten
Mittlerweile gibt es zahlreiche Hilfsmittel, die das Leben mit Inkontinenz einfacher machen Mittlerweile gibt es zahlreiche Hilfsmittel, die das Leben mit Inkontinenz einfacher machen

Stuhlinkontinenz

Ursache von Stuhlinkontinenz kann eine Nervenstörung, Muskelschwäche oder auch eine chronische Stuhlverstopfung sein. Bei der Drang-Stuhlinkontinenz ist der Betroffene, obwohl er einen Drang empfindet, nicht in der Lage, rechtzeitig die Toilette aufzusuchen. Die passive Stuhlinkontinenz tritt auf, wenn der Leidtragende kein Dranggefühl verspürt.

Wann ist ein Handeln nötig?

Nicht alle Arten von Inkontinenz lassen sich mit Änderungen der Lebensgewohnheit oder Medikamenten beeinflussen. In diesen Fällen sind spezielle Inkontinenzprodukte unabdingbar. Anders ist es zum Beispiel bei einer Belastungsinkontinenz: Hier empfiehlt es sich, durch beckenbodenstärkende Gymnastik die Kontrolle über die Blasenfunktion zu verbessern. Es gibt jedoch keinen Grund, nicht bereits auch bei leichteren Beschwerden zusätzliche Hilfsmittel wie Einlagen einzusetzen. Mancher Betroffene verzichtet auf Speisen oder Getränke, um nicht in eine unangenehme Situation zu gelangen. Das sollte nicht sein! Greifen Sie besser auf Inkontinenz-Einlagen oder -Slips zurück oder verwenden Sie spezielle Inkontinenz-Bettdecken oder -auflagen, um unangenehmen Situationen so vorzubeugen.


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