Das Testament selber verfassen

Auch der letzte Wille zählt:
Wie man das Testament selbst verfasst

Es gibt Dinge, über die wohl niemand gerne spricht - vor allem nicht über das Ableben der eigenen Person. Doch gleichermaßen sind dies auch Dinge, die ausnahmslos jeden betreffen und zudem die geliebten Menschen des persönlichen Umfelds mit einbeziehen. Was geschieht im Falle meines Todes mit dem mühsam aufgebauten Familienbetrieb? Wenn ich keine Kinder habe, wem steht dann eigentlich mein Erbe zu? Und wenn ich mir am Ende gar keinen Notar leisten kann? Wir beantworten die wichtigsten Fragen rund um das selbst verfasste Testament.

Warum eigentlich selbst ein Testament verfassen?

Eine berechtigte Frage, denn der Nachlass ist schließlich deutlich durch das Gesetz geregelt: Im Falle des Todes erben Ehepartner wie auch Nachkommen des Verstorbenen dessen Hinterlassenschaften. Sofern es keine Verwandten gibt, geht das Erbe schließlich automatisch an den Staat. Aber wenn man selbst nun jemanden ganz anderen beerben möchte oder der Nachlass gar einem guten Zweck gestiftet werden soll? Genau für solche Fälle hat man die Möglichkeit, eigenhändig ein ganz persönliches Testament zu verfassen.

Auch der letzte Wille eines Menschen ist ein Wille, der zählt Auch der letzte Wille eines Menschen ist ein Wille, der zählt
Es gibt viele Gründe, ein Testament eigenhändig zu verfassen Es gibt viele Gründe, ein Testament eigenhändig zu verfassen

Die Werkzeuge des korrekten Testaments: Kugelschreiber und Papier!

Trotz all der Computer und modernen Techniken der heutigen Zeit: Das Testament kann (und muss) man mit der Hand auf einen Bogen Papier niederschreiben. Der letzte Wille ist praktisch an keinerlei bestimmte Form gebunden. Und dennoch ist Vorsicht geboten, denn es gibt ein paar ganz bestimmte Regeln zu beachten, damit das Testament auch wirklich gültig ist:

  • Der komplette Text muss handschriftlich verfasst sein
  • Das Testament muss Datum, Ort und vollständige Unterschrift enthalten
  • Nicht mehr gewünschte Testamente sollten handschriftlich widerrufen werden
  • Das Nachlassschreiben sollte klare Regelungen und Bestimmungen enthalten
  • Das Testament so aufbewahren, dass es später auch gefunden werden kann
    (im Zweifelsfalle: Aufbewahrung beim Amtsgericht)

Wer beim Verfassen des Testaments schließlich ganz sicher gehen möchte, kann sich freilich auch vom Notar oder Rechtsanwalt helfen lassen. Dies ist vor allem dann anzuraten, wenn die Nachlasswünsche halt einfach ein wenig komplizierter sind. Aber auch hier ist Vorsicht geboten: Je höher der Nachlass ist, desto höher werden in der Regel auch die Beratungskosten!

Zwei Personen, ein Testament? Auch der gemeinsame letzte Wille zählt...

Wenn Sie verheiratet sind, haben Sie durchaus auch die Möglichkeit, ein gemeinschaftliches Testament aufzusetzen. Doch in einem solchen Falle empfehlen wir, sich unbedingt eine fachliche Beratung zu Rate zu ziehen. Der gemeinsame Wille kann im Fall der Fälle nämlich ganz schön verzwickt werden. Was tun, wenn man nach dem Tod des Ehepartners das Testament widerrufen oder abändern möchte? Kompetente Fachberatung gibt es natürlich auch in solchen Situationen.

Für ein gemeinschaftliches Testament sollte man unbedingt auf fachliche Beratung zurückgreifen Für ein gemeinschaftliches Testament sollte man unbedingt auf fachliche Beratung zurückgreifen
Für die Vererbung von Pflichten braucht man einen Notar und einen Zeugen Für die Vererbung von Pflichten braucht man einen Notar und einen Zeugen

Der Erbvertrag - wenn der Nachlass auch aus Pflichten besteht

Ein Testament mit einem schönen Nachlass ist die eine Sache. Möchten Sie aber auch bestimmte Pflichten und Auflagen nach Ihrem Ableben erfüllt wissen, geht dies nicht mehr einfach nur mit Kugelschreiber und Papier. Sie benötigen stattdessen zwingend einen Notar und zusätzlich sogar noch einen Zeugen. Weshalb setzt man dann überhaupt Erbverträge auf? Diese können durchaus sinnvoll sein, etwa wenn der Nachwuchs den eigenen Betrieb weiterführen soll oder wenn Sie nach Ihrem Ableben auch weiterhin Ihren gemeinnützigen Verein unterstützen möchten.


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