Therapie und Training bei Inkontinenz

Therapie bei Inkontinenz

Es gibt unterschiedliche Behandlungsmethoden, um Inkontinenz zu therapieren und zu behandeln. Die Therapie muss jedoch stets an die jeweilige Form der Inkontinenz angepasst werden. Lesen Sie hier über wirksame konservative (nicht operative) Therapiemöglichkeiten:

Therapie bei Stressinkontinenz

Viele Betroffene leiden an einer zu schwachen Beckenbodenmuskulatur. Ein gezieltes Beckenbodentraining kann gegen den unwillkürlichen Harnverlust helfen. Das Training sollte jedoch zuerst bei einem Spezialisten erlernt werden, da eine falsche Ausführung die Wirksamkeit der Therapie sehr verringert. Später können die Übungen auch problemlos zu Hause durchgeführt werden. Das Beckenbodentraining erfordert Disziplin und Geduld - eine Besserung tritt meist erst nach drei bis sechs Monaten auf.

Nicht zu unterschätzen sind auch die negativen Auswirkungen von Übergewicht. Durch eine Gewichtsreduktion können Betroffene die Symptome der Inkontinenz mildern.

Inkontinenz kann verschiedene Ursachen haben und ist weiter verbreitet als gemeinhin angenommen Inkontinenz kann verschiedene Ursachen haben und ist weiter verbreitet als gemeinhin angenommen
Jede Art von Inkontinenz benötigt ihre eigene Form der Therapie Jede Art von Inkontinenz benötigt ihre eigene Form der Therapie

Therapie bei Dranginkontinenz

Neben speziellen harntreibenden Tees und anderen pflanzlichen Medikamenten, beispielsweise Brennnesselwurzel- und Kürbiskernextrakt, kann auch ein Miktionstagebuch hilfreich sein. Die Uhrzeiten des Harndranges werden an mehreren Tagen aufgeschrieben und anschließend ausgewertet - so können Störungen und Erkrankungen erkannt werden. Stellt sich heraus, dass eine psychische Erkrankung vorliegt, ist ein autogenes Training hilfreich. Auch Blasentraining in Verbindung mit einer Beckenbodentherapie ist äußerst effektiv. Betroffene legen hierbei feste Toilettenzeiten fest und versuchen ihren Harndrang aktiv zu regulieren.

Oft leiden Frauen in den Wechseljahren an einer Dranginkontinenz. Verantwortlich ist der Östrogenmangel in der Menopause. In diesen Fällen wird eine Hormontherapie mit Östrogentabletten und einer östrogenhaltigen Salbe empfohlen.

Vorsorgemöglichkeiten

Ein gesunder Lebenswandel ist wichtig, um Inkontinenz vorzubeugen. Ernähren Sie sich gesund und bewegen Sie sich ausreichend. Vergessen Sie auch nicht, Ihre Beckenbodenmuskulatur zu stärken - das ist vor allem für Menschen, die am Tag lange sitzen müssen, wichtig.


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